Installation / Film
“Illusionäre Verkennung I”, 2007
16mm Film Loop,belichtet und tatoowiert
Projektor, Unterbau und Umlenkkonstruktion
In der Projektion ist mein nackter Rücken zu sehen. Die Kamera fährt die Schultern entlang, der Kopf bewegt sich dazu. Das Bild bricht ab und es ist nur noch schwarz verschmiertes blankes Filmband zu sehen. Die Verschmutzung löst sich auf und übrig bleibt ein schwarzes Muster.
Das Filmband ist der Länge nach von ein Tattoowierer mit der Anweisung den Satz “Welt als Wille und Vorstellung” zu stechen tattoowiert worden.
Das 16mm Material ist der länge nach durchstochen worden und die Tinte in diese Stellen eingedrungen. Wenn das Bild des Rückens erscheint verschwindet die Farbe und hinterlässt ein Lichtmuster in der Projektion.
Der tattoowierte Satz auf dem Filmband wiederholt sich fortlaufend. Der Text ist falsch zitiert worden, wird immer wieder falsch geschrieben, Worte werden vertauscht oder vergessen, Sternchen hinzugefügt .
„ Wählt als Wille die Vorstellung!“ …
“It might rain soon”, 2006
Film Installation, Projektor mit Unterbau und Umlenkgestell
16mm Film Loop, belichtet und bekratzt.
In der Projektion steche ich mit einem Messer in der Hand kreuz und quer durch die Luft.
Auf dem Filmmaterial habe ich jeden Stich nachgekratzt bis das komplette Filmmaterial zerkratzt ist und ich
nicht mehr auf der Projektion zu erkennen bin.
Die Kratzer verschwinden und es erscheint eine “neue”, leere Projektionsfläche.


“Me, Alice”,2006
Film Installation
16mm Film Loop, belichtet und beschriftet, Umlenkaufbau
In der Projektion kann man sehen wie ich mit meinem Finger Wörter in die Luft schreibe.
Den Filmstreifen hab ich nachträglich längs beschriftet, so dass man den Text auf dem Streifen lesen kann. An einer Stelle des Filmes „kippt“ die Schrift so, daß das Wort „ i-c-h-?“ nun in der Projektion zu erkennen ist. Die Buchstaben werden dazu in die einzelnen Bilder hinein gezeichnet, so daß es den Anschein hat der Finger würde sie nach einander mit Farbe schreiben.
„mal überlegen, war ich unverändert als ich heute morgen aufstand?
Ich glaube fast dass ich mir ein bischen fremd vorkam. Bin ich ich?
Wenn ich nicht ich bin wer in aller Welt bin ich dann, das ist mir ein Rätsel…“

“das was bleibt…”, 2007
Filminstallation
16mm Filmband, Projektor, Fundstücke, Farbe
Auf dem Boden liegen Fundstücke einer Party. Man sieht Kronkorken, Alupapier, Zigarettenkippen, Blätter und einige Meter Filmband. Dazwischen sind Satzfetzen zu lesen, Telefonnummern und Wegbeschreibungen. Über das Arrangement wird Lack gesprüht. Die Fundstücke werden weggekehrt. Übrig bleiben Lack– und Schriftreste am Boden und auf Filmband. Der Film wird in einen Projektor eingespannt, der sich in einer abgedunkelten Kammer über dem Bodenbild befindet. Das Fenster der Kammer ist zerschlagen. Der Film hängt aus dem Fenster heraus zum Boden. Die Lack/Schrift Collage auf diesem Filmstreifen wird an die Decke der Kammer projeziert. Zu sehen ist ein abstrakter Film in dem man Buchstaben erkennen kann und Muster in unterschiedlicher Färbung. Der Filmloop verändert sich ständig da der Lack abplatzt und der Film an der Wand entlangstreift und zerkratzt. Die Muster werden unschärfer und die Farbenflecken reduzieren sich.


Miriam Tute, Finish 07
“Über Ich“, 2007
Film Installation
16mm-Film und Podest bedruckt
mit Siebdruck, Spiegel
Das Muster einer Häkeldecke ist auf ein Holzpodest gedruckt. Zwei Streifen des Musters wurden auf Filmstreifen gedruckt. Der Projektor steht auf dem Podest. Wenn der Projektor läuft schleifen die Filmstreifen auf dem Podest und dem Muster entlang. Der Film wird über einen Spiegel auf die Decke projeziert. Dort erscheinen die Konturen des Musters.

Miriam Tute Kunsthalle Mannheim Top 07 Meisterschüler



















